2. Kenko Camp Karate, Gewaltschutz und Integration 2016

 

Strahlende Gesichter beim Kenko Präventions-Camp

 

2. Kenko Camp 2016 für Karate, Gewaltschutz und Integration

Die Kinder waren am Ende glücklich und zufrieden. Zwei Tage beim "2. Camp für Karate, Gewaltschutz und Integration" des Kenko Karate Dojo Limeshain e. V. lagen hinter ihnen. Kurz nach dem Bezug der Zimmer im Feriendorf Ober-Seemen, ging es für alle zum ersten Training. Mitgereiste Eltern besichtigten währenddessen die Anlage mit ihren zahlreichen Möglichkeiten der Freizeitaktivitäten. Hungrig ging es dann zum Mittagessen. War man schon öfters in Jugendherbergen, so fühlte man sich hier wie im Hotel. Essen und Service wurden von allen gelobt und so ging es gesättigt in die "Spielzeit zur freien Verfügung". Am Nachmittag fuhren Silke & Rita Nowakowsky mit Kinder der Wettkampfgruppe zurück nach Rommelhausen. Dort wurde ihnen aufgrund ihrer Kinderpräventionsarbeit von Ronald Lang ein Scheck aus Erlösen von Veranstaltungen "Limeshain Rockt" übergeben. Eine beispielsuchende Aktion. Nur wenige haben bisher den Verein mit Spenden unterstützt. Ohne Optik Nowakowsky Ortenberg und Printline Altenstadt wäre vieles nicht möglich gewesen. Umso größer wissen die Vereinsverantwortlichen dies zu schätzen. Die mitgereisten Kinder zeigten ihr Können vor den Festzuschauern, waren sie doch stolz , dass ihr Verein geehrt wurde. Im Anschluss ging die Reise zurück ins Camp. Die restlichen im Camp durften dann eine weitere Einheit Karate trainieren und die Erwachsenen erprobten sich im Kenko Defense - dem Selbstverteidigungstraining des Vereins bestehend aus verschiedenen Kampstilen. Silke und Rita hatten sich schon frühzeitig eine "Kripo (Kriminalpolizei)-Schnitzeljagd" ausgedacht. Zwei Gruppen versuchten gegeneinander Fingerabdrücke zu sichern, Rätseln zu lösen und so am Ende den Täter festnehmen zu können. Neben schwarzen Fingern und Tischen hatten die Kinder sehr viel Spaß. Abends wurde in der großen Grillhüte gemeinsam gegrillt. Nach Würstchen, Steaks, Gemüsespießen und Salaten durften dann natürlich Stockbrot und marshmallows nicht fehlen. Das gemeinsame Fußballschauen des Spiels Deutschland-Italien bildete den Abschluss des ersten Tages. Natürlich stand am nächsten Tag ein gemeinsames Abschlusstraining auf dem Plan. Gegen Mittag drehte die Sonne auf und so konnten alle die Wasserrutsche genießen. Alle waren sich bei der Heimfahrt einig, dass in 2017 das Camp ebenfalls in Ober-Seemen stattfinden wird. Das Camp diente natürlich auf wieder für Präventionsthemen anzusprechen. Mit dieser Veranstaltung beteiligt sich Kenko Karate Dojo Limeshain an der bundesweiten Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Sie richtet sich an Erwachsene, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen. Ziel ist eine frühe Suchtvorbeugung. Durch die Stärkung des Selbstvertrauens und die Förderung ihrer Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit sollen Kinder und Jugendliche lernen, auch gegen Gruppendruck „Nein" zu Suchtmitteln aller Art sagen zu können. Neben dem Elternhaus und der Schule können Sportvereine dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Denn Trainerinnen und Trainer sind häufig Vorbilder und Vertrauenspersonen. Im Sportverein lernen Kinder und Jugendliche, ihre Fähigkeiten und Grenzen auszuloten, mit Erfolg und Misserfolg umzugehen, anderen zu vertrauen und gemeinsam Konflikte zu lösen. All das trägt dazu bei, Kinder stark zu machen. Ebenso engagiert sich der Verein bei der Kampagne "Bewegung gegen Krebs" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Wie im November 2012 eine Forschergruppe um I-Min Lee an der Harvard University herausfand, ist etwa ein Zehntel der Todesfälle weltweit auf mangelnde körperliche Aktivität zurückzuführen. Ihren Berechnungen zufolge war zu wenig Bewegung im Jahr 2008 für mehr als 5,3 Millionen der weltweit insgesamt 57 Millionen Todesfälle verantwortlich. Laut der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts achtet nur etwa ein Drittel der Erwachsenen auf ausreichende Bewegung und nur rund ein Viertel treibt regelmäßig mindestens zwei Stunden pro Woche Sport (21,6 Prozent der Frauen, 29,3 Prozent der Männer). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sich an den meisten Tagen, am besten an allen Tagen der Woche, mindestens 30 Minuten zu bewegen. Dieses Pensum erreichen derzeit nur etwa 20 Prozent der Erwachsenen. Dass körperliche Aktivität aber wirklich hilft, verschiedene Krankheiten wie beispielsweise Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen zu verhindern, ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Auch das Risiko für einige Krebsarten ist bei körperlich aktiven Menschen reduziert. Zu beiden Themen gab es ausreichende Informationsbroschüren, welche durch die mitgereisten Eltern zahlreich in Anspruch genommen wurden. Auch wurden im Camp zahlreiche Fragen zu anderen Kulturen erörtert. Insbesondere Fragen zu Muslimen wurden kindgerecht erörtert und beantwortet. Bereits im letzten Jahr wurde der Verein vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) über die Sportjugend Hessen als Stützpunkt "Integration durch Sport" ausgezeichnet. Dieses Thema ist dem Verein ebenso wichtig, wie bereits andere im Verein gelebte soziale Arbeit. Der noch junge Verein versucht im eigenen Bereich der Kinderarmut entgegen zu wirken. Spezielle Mitgliedsbeiträge für Menschen welche Sozialleistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB I-XII) erhalten wie beispielsweise Hartz-IV, Wohngeld, Sozialgeld u. a. sind im Verein extra eingeführt worden. Den Kindern und Jugendlichen stehen Hausaufgaben-Coaches für eine kostenfreie Hausaufgabenhilfe zur Verfügung. Das Kenko Karate Dojo Limeshain e. V. besteht erst seit einem Jahr. In diesen Monaten hat der Verein sich einen Namen gemacht. Beispiellos dürfte der Erfolg wohl sein. Innerhalb dieser kurzen Zeit verfügt der Verein bereits über 100 Mitglieder. Neben dem Gesundheitssport Karate bot der Verein verschiedene Präventionsveranstaltungen durch. Die Gewaltschutzseminar für Kinder, Mädchen und Frauen haben regen Zuspruch. Wen wundert es, dass die Polizeigewerkschaft "Bund Deutscher Kriminalbeamter BDK, LV Hessen" auf den Verein aufmerksam wurde und eine Kooperation vereinbarte. Die beiden Hauptverantwortlichen Silke und Rita Nowakowsky haben den Verein schon früh breit aufgestellt. Sport und soziales Engagement wird hier aktiv gelebt.




Selbstverteidigung, Bodenkampf u. a.

für Kampfsportler




Gewaltschutztraining




Integrationsmaßnahmen /

fremde Kulturen kennenlernen